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Startseite/Rechner/Motorberechnung/FU-Energieeinsparung

FU-Energieeinsparung

Berechnen Sie die Energieeinsparung und Amortisation durch Frequenzumrichter bei Pumpen, Lüftern und Kompressoren. Mit Affinitätsgesetzen und Stromkostenvergleich.

Berechnung

Eingabewerte

% des maximalen Volumenstroms

Anschaffung + Installation

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Was ist FU-Energieeinsparung?

Berechnen Sie die Energieeinsparung und Amortisation durch Frequenzumrichter bei Pumpen, Lüftern und Kompressoren. Mit Affinitätsgesetzen und Stromkostenvergleich.

Energieeinsparung durch Frequenzumrichter (VFD)

Frequenzumrichter (FU/VFD) ermöglichen die stufenlose Drehzahlregelung von Elektromotoren und bieten bei variablem Lastbedarf enorme Einsparpotenziale. Besonders bei Pumpen und Lüftern gilt das kubische Affinitätsgesetz.

Affinitätsgesetze für Strömungsmaschinen

GrößeProportionalitätBeispiel: 70% Drehzahl
Volumenstrom QQ ~ n70% des Nennvolumenstroms
Druck ΔpΔp ~ n²49% des Nenndrucks
Leistung PP ~ n³34% der Nennleistung

Das bedeutet: Eine Drehzahlreduzierung um nur 30% spart 66% der elektrischen Leistung ein.

Vergleich der Regelungsarten

RegelungWirkprinzipEinsparung bei 70% BedarfVerschleiß
DrosselklappeWiderstand erhöhen0–20%Hoch (Ventil)
BypassAbleitung0%Mittel
Ein/Aus-RegelungZyklusbetrieb10–30%Hoch (Motor)
FrequenzumrichterDrehzahlvariation50–70%Gering

Amortisationsberechnung

Jährliche Einsparung = (P_drossel - P_fu) × Betriebsstunden × Strompreis
Amortisationszeit = FU-Investitionskosten / Jährliche Einsparung
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Zusatznutzen des FU-Einsatzes

  • Sanfter Motorstart (Anlaufstrom nur 100–150% statt 600–800%)
  • Prozessoptimierung durch präzise Drehzahlregelung
  • Reduzierter mechanischer Verschleiß in der gesamten Antriebskette
  • Netzrückwirkungen beachten: Oberschwingungen (THD) durch DC-Zwischenkreis

Anwendungsbereiche

  • Investitionsentscheidung für Frequenzumrichter
  • Energieaudit nach DIN EN 16247
  • Fördermittelanträge (BAFA, KfW)
  • Optimierung von Pumpen- und Lüftersystemen
  • Kostenvergleich verschiedener Regelungsarten
  • Life-Cycle-Cost Analyse von Antriebssystemen

Häufig gestellte Fragen

Durch das kubische Affinitätsgesetz (P ~ n³) sinkt der Leistungsbedarf überproportional zur Drehzahlreduzierung. Bei 20% weniger Drehzahl werden bereits 49% weniger Leistung benötigt. Bei Drosselregelung dagegen wird die überschüssige Energie in Wärme umgewandelt – das kostet Strom, ohne den Verbrauch zu senken.

Nur eingeschränkt. Bei Kompressoren gilt ca. P ~ n², da der Gegendruck (Systemdruck) weitgehend drehzahlunabhängig ist. Die Einsparung ist geringer als bei Pumpen/Lüftern, aber ein FU lohnt sich dennoch bei variablem Bedarf. Für Schraubenkompressoren liegt die typische Einsparung bei 20–35% gegenüber Leerlaufregelung.

Ein FU lohnt sich wirtschaftlich, wenn der durchschnittliche Volumenstrom unter 80% des Maximums liegt und die jährliche Laufzeit über 4000 Stunden beträgt. Bei einem 15-kW-Motor und 6000 h/a Betrieb amortisiert sich die Investition (ca. 1.500 €) typisch in 1–2 Jahren. BAFA-Förderung kann die Amortisation zusätzlich verkürzen.

FU erzeugen Oberschwingungen (THD typ. 30–40%), die Netzdrosseln oder Sinusfilter erfordern können. Zusätzlich entstehen hochfrequente Spannungsspitzen (dU/dt), die spezielle FU-geeignete Motorkabel und ggf. Ausgangsfilter erfordern. Die Lagerströme im Motor können durch Ableitströme über Frequenzen > 1 MHz die Motorlager schädigen – hier helfen isolierte Lager oder Ableitbürsten.

Ja, das BAFA fördert energieeffiziente Querschnittstechnologien einschließlich drehzahlvariabler Antriebe. Die Förderquote beträgt bis zu 40% der Investitionskosten für KMU. Auch KfW-Energieeffizienzprogramme und regionale Förderprogramme können genutzt werden. Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 ist oft Voraussetzung.

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