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Motor-Drehmoment

Berechnen Sie das Drehmoment aus Leistung und Drehzahl (M = 9550 × P / n), Kraft und Hebelarm oder Trägheitsmoment. Online-Rechner mit Einheitenumrechnung.

Berechnung

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Was ist Motor-Drehmoment?

Berechnen Sie das Drehmoment aus Leistung und Drehzahl (M = 9550 × P / n), Kraft und Hebelarm oder Trägheitsmoment. Online-Rechner mit Einheitenumrechnung.

Drehmoment – Zentrale Größe in der Antriebstechnik

Das Drehmoment (Moment, Torque) beschreibt die drehende Kraft eines Motors und ist die entscheidende Größe für die Dimensionierung von Antrieben, Getrieben und mechanischen Verbindungselementen.

Berechnungsformeln

BerechnungFormelEinheiten
Aus Leistung + DrehzahlM = 9550 × P / nP in kW, n in min⁻¹ → M in Nm
Aus Kraft + HebelarmM = F × rF in N, r in m → M in Nm
Aus Trägheit + BeschleunigungM = J × αJ in kg·m², α in rad/s² → M in Nm
Aus Leistung + WinkelgeschwindigkeitM = P / ωP in W, ω in rad/s → M in Nm

Die Konstante 9550

M = P × 60.000 / (2π × n) = 9549,3 × P / n ≈ 9550 × P / n
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Die Konstante 9550 ergibt sich aus der Umrechnung: kW → W (×1000), min⁻¹ → rad/s (×2π/60).

Typische Motordrehmomente

MotorLeistungDrehzahlNenn-Drehmoment
Kleinmotor0,75 kW2850 min⁻¹2,5 Nm
Standardmotor7,5 kW1450 min⁻¹49,4 Nm
Großmotor75 kW1480 min⁻¹484 Nm
Langsam laufend15 kW960 min⁻¹149 Nm

Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie

Bei Asynchronmotoren unterscheidet man:

  • Anlaufmoment (Ma): Moment bei n = 0 (typ. 1,5–3 × Mn)
  • Sattelmoment (Ms): Minimum der Kennlinie
  • Kippmoment (Mk): Maximum der Kennlinie (typ. 2–3 × Mn)
  • Nennmoment (Mn): Moment bei Nenndrehzahl

Anwendungsbereiche

  • Motorauslegung und -auswahl nach Drehmomentbedarf
  • Getriebeberechnung und Übersetzungsverhältnisse
  • Antriebsdimensionierung für Fördertechnik
  • Beschleunigungsberechnungen für Servo- und Schrittmotoren
  • Kupplungs- und Wellenauslegung
  • Hochlaufberechnung mit Trägheitsmoment

Häufig gestellte Fragen

Die Konstante 9550 ergibt sich aus der Einheitenumrechnung: M = P × 60.000 / (2π × n). Dabei wird kW in W umgerechnet (×1000) und min⁻¹ in rad/s (×2π/60). Das Ergebnis 60.000/(2π) = 9549,3 wird auf 9550 gerundet. Diese Konstante gilt nur, wenn P in kW und n in min⁻¹ eingesetzt werden.

Das Nennmoment (Mn) ist das Drehmoment bei Nennbetrieb (Nenndrehzahl und Nennleistung). Das Kippmoment (Mk) ist das maximale Moment, das der Motor abgeben kann, bevor er „kippt" und stehenbleibt. Das Verhältnis Mk/Mn beträgt bei Standardmotoren typisch 2–3. Im Betrieb darf das Lastmoment das Kippmoment niemals überschreiten.

Das Trägheitsmoment J (in kg·m²) beschreibt den Widerstand eines Körpers gegen Drehbeschleunigung. Es ist entscheidend für die Hochlaufzeit: t = J × Δω / (M_Motor - M_Last). Je größer das Trägheitsmoment der angetriebenen Maschine, desto mehr Drehmoment und Zeit wird für den Hochlauf benötigt. Bei Servoanwendungen sollte J_Last / J_Motor < 10 sein.

1 Nm = 0,7376 ft·lbs (Fußpfund). Umgekehrt: 1 ft·lb = 1,3558 Nm. Diese Umrechnung wird häufig bei der Arbeit mit amerikanischen Motordaten benötigt. Achtung: ft·lbs (foot-pounds) nicht verwechseln mit in·lbs (inch-pounds): 1 ft·lb = 12 in·lbs.

Bei gleicher Leistung gilt M = 9550 × P / n. Ein 15-kW-Motor mit 960 min⁻¹ (6-polig) hat 149 Nm, derselbe Motor mit 2880 min⁻¹ (2-polig) nur 50 Nm. Langsam laufende Motoren sind daher größer und schwerer gebaut, um das höhere Drehmoment übertragen zu können. In der Praxis wählt man oft einen schnelleren Motor mit Getriebe.

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