Erdfehlerschleifen-Rechner

Berechnen und prüfen Sie die Schleifenimpedanz Zs nach VDE 0100-410. Mit Abschaltbedingungsprüfung für LS-Schalter und Sicherungen.

Erdfehlerschleifenimpedanz nach VDE 0100-410

Die Schleifenimpedanz Zs ist entscheidend für den Schutz bei indirektem Berühren. Sie muss so niedrig sein, dass bei einem Erdschluss ein ausreichend hoher Fehlerstrom fließt, um die Schutzeinrichtung schnell auszulösen.

Die Abschaltbedingung

Zs × Ia ≤ U0

Dabei ist:

  • Zs = Schleifenimpedanz (Ω)
  • Ia = Auslösestrom der Schutzeinrichtung (A)
  • U0 = Nennspannung gegen Erde (230 V)

Abschaltzeiten nach VDE 0100-410

System230 V400 V
TN0,4 s0,1 s
TT0,2 s0,05 s

Anwendungsbereiche

  • Prüfung bestehender Installationen
  • Nachweis der Schutzmaßnahmen
  • Dimensionierung von Leitungslängen
  • Auswahl geeigneter Schutzeinrichtungen

Häufig gestellte Fragen

LS-Schalter Charakteristik B lösen beim 3-5-fachen Nennstrom aus (für ohmsche Lasten). Charakteristik C beim 5-10-fachen (für induktive Lasten wie Motoren). B erlaubt daher höhere Schleifenimpedanzen.

Der Faktor 0,8 berücksichtigt Messungenauigkeiten und Temperatureinflüsse. Die gemessene Schleifenimpedanz sollte maximal 80% des zulässigen Wertes betragen.

Mögliche Maßnahmen: 1) Kürzere Leitung, 2) Größerer Querschnitt, 3) Zusätzlicher FI-Schutzschalter (RCD) als ergänzender Schutz.

Im TN-System bilden L und PE/PEN die Schleife mit niedrigen Werten (typ. 0,5-2 Ω). Im TT-System ist die Erdschleife über Erder viel hochohmiger (10-100 Ω), daher ist dort meist ein RCD erforderlich.

Ja, nach VDE 0105-100 und BetrSichV sind wiederkehrende Prüfungen vorgeschrieben. Für gewerbliche Anlagen typisch alle 4 Jahre, für besondere Anlagen (Baustellen) jährlich.