Selektivitäts-Prüfung
Prüfen Sie die Selektivität zwischen LS-Schaltern und Sicherungen nach VDE 0100-530. Ermitteln Sie die Selektivitätsgrenze.
Selektivität in Niederspannungsanlagen
Selektivität bedeutet, dass bei einem Fehler nur die dem Fehlerort nächstgelegene Schutzeinrichtung auslöst. Vorgeschaltete Geräte bleiben eingeschaltet - der Rest der Anlage wird nicht beeinträchtigt.
Arten der Selektivität
| Art | Prinzip | Anwendung |
|---|---|---|
| Stromselektivität | Unterschiedliche Auslöseströme | LS-Schalter Staffelung |
| Zeitselektivität | Gestaffelte Auslösezeiten | Leistungsschalter |
| Energieselektivität | Begrenzung der I²t-Werte | Moderne LS-Schalter |
Faustregeln für Stromselektivität
- Nennstrom-Verhältnis mindestens 1,6:1
- LS-Schalter: Unterschiedliche Charakteristiken können helfen
- Sicherungen: gG meist selektiv ab 1,6:1
Anwendungsbereiche
- Planung von Verteilungsnetzen
- Überprüfung bestehender Anlagen
- Nachweis der Schutzkoordination
- Auswahl von Schutzeinrichtungen
Häufig gestellte Fragen
Bei einem Fehler lösen mehrere Schutzeinrichtungen gleichzeitig aus. Das führt zu unnötigen Abschaltungen und kann kritische Verbraucher beeinträchtigen.
Durch ausreichende Nennstrom-Staffelung (≥1,6:1), unterschiedliche Charakteristiken (z.B. C vor B) oder spezielle selektive LS-Schalter-Kombinationen.
NH-Sicherungen bieten durch ihre trägen Kennlinien gute Voraussetzungen für Selektivität. Bei Verhältnis ≥1,6:1 ist meist volle Selektivität gegeben.