Berechnen Sie die Leitertemperatur und Korrekturfaktoren für erhöhte Umgebungstemperaturen nach VDE 0298-4.
Berechnen Sie die Leitertemperatur und Korrekturfaktoren für erhöhte Umgebungstemperaturen nach VDE 0298-4.
Die Strombelastbarkeit von Kabeln ist von der Umgebungstemperatur abhängig. Bei höheren Temperaturen muss der zulässige Strom reduziert werden.
f_T = √((θ_max - θ_Umgebung) / (θ_max - θ_Referenz))
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| Material | Max. Leitertemp. | Kurzschluss |
|---|---|---|
| PVC | 70°C | 160°C |
| VPE/XLPE | 90°C | 250°C |
| EPR | 90°C | 250°C |
| Silikon | 180°C | 350°C |
| Umgebung | Korrekturfaktor | Bemerkung |
|---|---|---|
| 25°C | 1,06 | Mehr Strom möglich |
| 30°C | 1,00 | Referenz |
| 35°C | 0,94 | Leichte Reduktion |
| 40°C | 0,87 | Deutliche Reduktion |
| 50°C | 0,71 | Starke Reduktion |
Die Kabelisolation hat eine maximale Dauerbetriebstemperatur (z.B. 70°C bei PVC). Die Wärme entsteht durch Stromfluss. Bei höherer Umgebungstemperatur kann weniger Wärme abgeführt werden, also muss der Strom sinken.
Die Referenztemperatur ist die Umgebungstemperatur, für die die Nennstromangaben im Datenblatt gelten. In Europa meist 30°C Luft oder 20°C Erdreich.
Ja! Bei niedrigerer Umgebungstemperatur ist der Korrekturfaktor > 1, die Strombelastbarkeit steigt. Aber: Die erhöhte Belastbarkeit sollte nicht dauerhaft genutzt werden.
VPE (XLPE) hat eine Dauertemperatur von 90°C und eine Kurzschluss-Grenztemperatur von 250°C. Daher ist VPE für hohe Belastungen und warme Umgebungen besser geeignet als PVC.